Auf welcher Achse sollte ich neue Reifen fahren?
Neue Reifen gehören nach Möglichkeit an die Hinterachse. Das erhöht die Fahrstabilität und reduziert das Risiko eines Ausbrechens – besonders bei Nässe oder in Kurven.
Reifen sind das Bindeglied zwischen Fahrzeug und Straße – und damit zentral für Sicherheit, Fahrkomfort und Kontrolle. Sie übertragen Lenk-, Brems- und Antriebskräfte und sorgen für Stabilität. Selbst das modernste Fahrzeug kann seine Technik nur mit den passenden Reifen sicher auf die Straße bringen. Außerdem beeinflussen Reifen auch den Spritverbrauch und die Reichweite – ein genauer Blick lohnt sich daher immer.
Bei der Wahl der richtigen Bereifung stellt sich zunächst die Frage, ob man Ganzjahresreifen oder saisonale Reifen fahren möchte:
Hinweis: Ganzjahresreifen müssen in Österreich eine M+S-Kennzeichnung tragen und die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe erfüllen, um im Winter gültig zu sein.
Die Faustregel „von O bis O" – also von Oktober bis Ostern – wird in Österreich gerne zur Orientierung verwendet. Entscheidend ist jedoch das Wetter sowie die gesetzliche Winterreifenpflicht.
Für Pkw und leichte Lkw bis 3,5 t gilt:
Um diese Pflicht zu erfüllen, müssen Reifen:
Reifen mit weniger Profil gelten nicht mehr als Winterreifen, selbst wenn das Symbol vorhanden ist.
Ganzjahresreifen sind also erlaubt, solange M+S vorhanden ist und die Profiltiefe passt. Viele Modelle tragen zusätzlich das 3PMSF/Alpine-Symbol, was eine geprüfte Wintertauglichkeit bestätigt.
Unabhängig vom Datum gilt:
Wer bei winterlichen Straßen ohne geeignete Bereifung unterwegs ist, riskiert nicht nur Strafen, sondern auch ein erhöhtes Unfallrisiko. Daher sollte man die Wetterlage im Blick behalten und den Reifenwechsel nicht aufschieben.
In Österreich ist es grundsätzlich erlaubt, Winterreifen auch im Sommer zu fahren. Empfehlenswert ist es jedoch nicht:
Auch wenn es in Österreich keine Sommerreifenpflicht gibt, ist bei dauerhaft warmen Temperaturen ein Wechsel die beste und sicherste Wahl.
Hinweis: Auslandsreise: Viele europäische Länder (z. B. Italien) haben eigene Vorschriften.
Auch in Österreich gilt:
Reifen sollten – unabhängig vom Profil – nach 6–7 Jahren ersetzt werden, da Gummi und Struktur altern.
Das Alter erkennt man über die DOT-Nummer an der Reifenflanke (vier Ziffern: Produktionswoche und -jahr).
Die Mindestprofiltiefe beträgt gesetzlich 1,6 mm bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen (und Ganzjahresreifen, wenn sie im Winter gefahren werden).
Neue Reifen gehören nach Möglichkeit an die Hinterachse. Das erhöht die Fahrstabilität und reduziert das Risiko eines Ausbrechens – besonders bei Nässe oder in Kurven.
Ja.
Ist der Reifendruck zu niedrig, steigt:
Zu hoher Druck reduziert die Aufstandsfläche und damit die Haftung. Der Druck sollte daher regelmäßig geprüft werden.
Nein.
Das Reifendruckkontrollsystem warnt nur – es füllt keinen Luftdruck nach. Regelmäßiges manuelles Prüfen bleibt Pflicht.
Der Wert „Max Press" zeigt den Druck, den ein Reifen bei voller Beladung maximal aushält. Er bietet Reserven, sollte aber im Alltag nicht überschritten werden, um Haltbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
„O bis O" ist nur eine Orientierung.
Entscheidend sind die tatsächlichen Wetterbedingungen und die österreichische Winterreifenpflicht (1.11.–15.4. bei winterlichen Verhältnissen).
Nein.
Winterreifen bieten schon bei niedrigen Plusgraden bessere Haftung und kürzere Bremswege. In bergigen Regionen Österreichs können winterliche Bedingungen auch früh im Herbst auftreten.
In Österreich: Ja, rechtlich gelten sie als Winterreifen.
Voraussetzung: 4 mm / 5 mm Profiltiefe. Allerdings bietet das 3PMSF-Symbol geprüfte Schnee- und Eisleistung und wird daher empfohlen.
Erlaubt – aber nicht sinnvoll:
Winterreifen haben bei Hitze deutliche Nachteile beim Bremsen, beim Verschleiß und bei der Fahrstabilität. Wer sich den saisonalen Wechsel sparen möchte, ist mit Ganzjahresreifen (M+S + 3PMSF) meist besser beraten.
Entsteht, wenn Reifen bei starkem Regen das Wasser nicht mehr verdrängen können. Fahrzeug verliert Bodenkontakt → kaum Lenk- oder Bremskontrolle. Ein gutes Profil und angepasste Geschwindigkeit sind entscheidend.
Gefährlich, da Regen auf gefrorene Oberflächen trifft und sofort vereist. Es entsteht oft plötzlich und ist schwer zu erkennen – besonders morgens und abends.
Reif bildet sich bei Frost und hoher Luftfeuchtigkeit. Er ist etwas berechenbarer als Blitzeis, kann aber ebenfalls rutschige Bedingungen verursachen.
Die Montage neuer Reifen kostet in österreichischen Werkstätten meist 20–35 € pro Reifen.
Enthalten sind:
Zusatzkosten entstehen ggf. für Einlagerung, Entsorgung, Ventile oder RDKS-Services.
Disclaimer:
Alle Informationen zu gesetzlichen Anforderungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte informieren Sie sich zusätzlich über die aktuell gültigen Vorschriften im Zulassungsland Ihres Fahrzeugs.