Nehmen wir das Beispiel 205/50R16 91V.
Eine Tabelle hilft dabei, die genauen Bedeutungen von Last- und Geschwindigkeitsindex zu entschlüsseln. Diese technischen Angaben gelten in ganz Europa einheitlich – also auch in Österreich.
Die einfachste Methode, Ihre zulässige Reifengröße zu prüfen, ist ein Blick auf die Flanke der aktuell montierten Reifen. Maßgeblich ist immer die Dimension des Reifens, den Sie ersetzen möchten – Sommer- und Winterreifen können unterschiedliche Größen haben.
Zusätzlich sind die vom Fahrzeughersteller freigegebenen Reifendimensionen in folgenden österreichischen Dokumenten zu finden:
Diese Dokumente zeigen, welche Reifendimensionen ohne weitere Genehmigung zulässig sind.
Für eine vollständige Übersicht und Preisvergleiche finden Sie auf unserer Website zahlreiche Modelle für Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.
Grundsätzlich sind jene Reifengrößen zulässig, die vom Hersteller im Typenschein, der Zulassungsbescheinigung, der Genehmigungsdatenbank oder im CoC-Dokument bestätigt sind.
Wenn eine Reifengröße oder Felgen-Reifenkombination nicht in diesen Unterlagen aufscheint, gilt in Österreich:
1. Prüfung über CoC oder Fahrzeughersteller
Steht die Kombination im CoC, ist sie freigegeben und darf ohne weitere Formalitäten gefahren werden.
2. Felgenfreigabe / Gutachten des Herstellers
Bei Zubehörfelgen ist maßgeblich, ob der Felgenhersteller eine Freigabe für das betreffende Fahrzeugmodell und die gewünschte Reifendimension ausstellt.
3. Einzelgenehmigung
Wenn keine Freigabe existiert, ist eine Einzelgenehmigung notwendig. Diese erfolgt über:
Erst nach erfolgreicher Genehmigung darf die geänderte Kombination im Straßenverkehr verwendet werden.
Wichtig: Österreich kennt im Gegensatz zu Deutschland keine ABE und auch keinen TÜV oder DEKRA für solche Eintragungen.
Eine unterschiedliche Bereifung an Vorder- und Hinterachse ist zulässig, wenn:
Sind keine Angaben verfügbar, empfiehlt sich eine Rückfrage beim Hersteller oder eine technische Prüfung, ob die Kombination eingetragen werden kann.
Der Geschwindigkeitsindex (Speedindex) gibt an, bis zu welcher Geschwindigkeit ein Reifen zulässig und sicher betrieben werden darf. Er ist durch Buchstaben wie H, V oder W gekennzeichnet.
In Österreich gilt:
Der Lastindex bestimmt die maximale Tragfähigkeit des Reifens.
Ein Reifen muss mindestens den Lastindex erfüllen, der der zulässigen Achslast des Fahrzeugs entspricht. Ein höherer Lastindex ist jederzeit zulässig und kann sogar sinnvoll sein, insbesondere bei vollbeladenen Fahrzeugen oder Anhängerbetrieb.
Ja.
Ein höherer Geschwindigkeits- oder Lastindex ist immer zulässig. Nur Werte unterhalb der Fahrzeuganforderung sind – außer bei Winter- und Ganzjahresreifen mit Cockpit-Hinweis – nicht erlaubt.
Österreichische Rechtslage:
In Österreich gelten Reifen bereits dann als Winterreifen, wenn sie:
Das 3PMSF-Symbol ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von Experten aufgrund der geprüften Wintertauglichkeit empfohlen. Alle bei CHECK24 angebotenen Winter- und Ganzjahresreifen verfügen über das 3PMSF-Symbol und sind damit technisch hochwertig wintergeeignet.
Reinforced-, XL- oder EL-Reifen besitzen eine verstärkte Karkasse und höhere Tragfähigkeit. Dadurch haben sie oft einen höheren Lastindex und eignen sich besonders für:
Solche Reifen dürfen in Österreich problemlos verwendet werden, wenn Reifendimension und Indizes zu den Fahrzeuganforderungen passen.
C-Reifen („Commercial") sind für Transporter, Vans und leichte Nutzfahrzeuge ausgelegt. Sie verfügen über eine verstärkte Seitenwand und tragen oft zusätzliche Lastindex-Angaben, z. B. 106/104:
Ob C-Reifen vorgeschrieben oder empfohlen sind, lässt sich aus: